Aktuelle Termine

Liebe Eltern, liebe Gäste,

inzwischen wurde die landesweite Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen ab Dienstag, 17. März beschlossen. Auch unser Waldorfkindergarten in freier Trägerschaft, schließt seine Türen.
Wir beobachten weiterhin die Entwicklung und halten Sie über Änderungen auf dem Laufenden. Bitte beachten Sie auch die Informationen zur Notbetreuung, gemäß den aktuellen Verordnungen.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr Waldorfkindergarten Leonberg.
Bleiben Sie gesund.

Information zur Erweiterung der Notbetreuung ab dem 18. Mai 2020

Liebe Eltern,

um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, hat die Landesregierung seit Dienstag, den 17. März 2020, landesweit die Kindertageseinrichtungen geschlossen.
Mit der aktuellen Corona-Verordnung  (Kurz: Corona-Verordnung-CoronaVO in der ab 18 Mai 2020 gültigen Fassung) wurde die Schließung für die Kittas. verlängert, jedoch die Notbetreuung ausgeweitet.

Liebe Eltern: Informationen und Anträge wurden Ihnen bereits zugesandt.

Bitte beachten Sie: Aufgrund der gegenwärtigen Lage („Corona – Dynamik“) könnten wir trotz bemühter Informationssorgfalt manche Aspekte übersehen haben.

Hinweise: Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung) in der ab 18. 05. 2020 gültigen Fassung ; www.km-bw.de

Elternbrief zu Pfingsten

Kinder zu Hause in der Corona-Zeit

„Ist die Welt gut? Anregungen aus dem Kindergarten für das Leben mit Kindern zu Hause“

20/04/2020
von Philipp Reubke, Mitglied der Koordinationsgruppe der IASWECE

Die Kindergärten sind leer, die Zimmerpflanzen sind bei den Erzieherinnen und Erziehern und die Kinder sind bei Ihnen.

Einschätzung 1

Was für ein Glück, endlich Zeit und Ruhe, um mit den Kindern zu Hause zu sein. Kein Stress mehr durch Termine, Verpflichtungen, Reisen und lange Autofahrten – nur noch gelegentlich einkaufen und sonst das Zusammensein zu Hause genießen – für Kinder gibt es doch nichts Schöneres! Natürlich fehlt Bewegung und Spiel im Wald oder im Park – Wind, Wasser, Erde und das zarte Grün von Buchenblättern, die gerade aus den Knospen geschlüpft sind. Aber hiervon einmal abgesehen: ist es nicht für Ihre Kinder und für uns alle wohltuend, dass die ständige Hektik von Beruf, Schule und Freizeitaktivitäten unverhofft endlich Pause hat. Diejenigen, die in der glücklichen Lage sind, einen Garten zu haben, sehen es doch: es keimt, sprosst und grünt wie selten sonst, weil wir immer da sind und jeden Tag uns um die Beete kümmern können. Und um die Kinder, die froh und beruhigt sind. Endlich haben DIE Leute Zeit, die von den Kindern am meisten geliebt werden: Die Eltern und Geschwister!

Einschätzung 2

Welch eine Katastrophe: Mehr als drei Milliarden Menschen sind in ihren Wohnungen eingesperrt. Viele Wohnungen sind eng und dunkel, viele Kinder litten schon vorher an Bewegungsmangel und zu viel Bildschirmkonsum, jetzt wird es richtig schlimm. Durch zu wenige körperlich – sinnliche Erfahrungen und zu viel intellektuell-nervöse Stimulation sind viele Kinder emotional unausgeglichen. Den ganzen Tag in derselben Wohnung zubringen mit anderen, die ähnliche Probleme haben und mit dazu noch frustrierten Erwachsenen ist keine ideale Situation, um eine mögliche Neigung zur Aggressivität, Furchtsamkeit oder Depression positiv umzuwandeln. Besonders unverdaulich für Kinder ist auch das, was jetzt in allen Wohnungen stundenlang stattfindet  –  das Reden von der Zahl von Kranken und Toten, von Menschen und Mächten, die für das Schlamassel verantwortlich seien sowie von katastrophalen Zukunftsaussichten.

Welche Einschätzung ist richtig?  Auf jeden Fall sind Sie, liebe Eltern, zurzeit mit Ihren Kindern zu Hause in einer Zeit, in der alle Menschen ganz stark das Bewusstsein haben, dass die Gesundheit der Natur und des Menschen bedroht sind. Hoffentlich haben Sie von der Erzieherin oder vom Erzieher Ihres Kindergartens schon viele gute Ratschläge für Ihren „Rund-um-die-Uhr Kindergarten“ bei Ihnen zu Hause bekommen. Hier kommen noch ein paar, vielleicht ist ja etwas dabei, an das Sie noch nicht gedacht haben.

Ist die Welt gut?

Sicher haben Sie schon von der Idee gehört, wie wichtig es für das kleine Kind sei, dass die Erwachsenen in seiner Umgebung in der Stimmung leben: Die Welt ist gut. Viele von uns sind aber in einer Lebenslage, in der die Einschätzung 2 voll berechtigt erscheint. Die Welt ist nicht gut, wenn allein eine schwer kontrollierbare weltweite Pandemie mit unvorhersehbaren Folgen in der Lage ist, den kollektiven Hang zur Natur- und Selbstzerstörung der Menschheit für ein paar Wochen aufzuhalten.

Vor 20 Jahren kam der Film von Roberto Benigni in die Kinos: „Das Leben ist schön“.  Manche hielten die Geschichte für überzogen oder kitschig, man konnte aber fühlen, wie der unerschütterliche Optimismus und der Humor eines Vaters auf sein Kind wirken kann. Zusammen sind sie von den Nazis verhaftet worden und sitzen im Zug, von dem der Vater weiß, dass er ins KZ fährt. Auf seine Weise versucht er, selbst in dieser Lebenslage seinem Kind die Stimmung zu vermitteln: „Die Welt ist gut“.

Es geht nicht darum, ob die Welt tatsächlich jetzt gerade gut oder schlecht ist. Es geht darum, ob wir als Erwachsene ein Projekt haben, von dem wir glauben, dass es die Welt ein bisschen gut machen kann. Für den Vater im Zug ins KZ ist es die wundervolle und heitere Lebensgemeinschaft mit der Mutter des Kindes, für Berenger, die Hauptfigur in Ionescos Theaterstück „Die Nashörner“ (1) in dem sich alle Menschen nach und nach in Nashörner verwandeln, ist es die Liebe zur Kunst und zur Improvisation, für Michel Vaujour, (2) einen zu mehrmals lebenslänglicher Haftstrafe verurteilten französischen Gangster, war es die Entwicklung seelischer Fähigkeiten, von denen er bemerkte, dass sie in unvorstellbarer Weise durch bestimmte Übungen wuchsen. Für mich kann es auch das Radieschen-Beet im Garten sein oder das Küchenregal, das ich selbst baue.

Als Kindergärtner wissen wir, wie positiv es auf die Kinder wirkt, wenn wir ein Projekt haben. Wenn wir mit Lust und Freude an eine konkrete  Arbeit in der unmittelbaren Umgebung herangehen. Durch das Projekt und durch die Arbeit erzeugen wir seelische und körperliche Wärme. Plötzlich können wir Streit oder auffälliges Verhalten von Kindern viel souveräner aufnehmen, Spannungen lösen und Zuversicht entwickeln.

Genau das ist auch die positive Wirkung auf die Kinder: Durch unsere Arbeit werden sie zum freien Spiel angeregt, kommen selber in Tätigkeit, haben eigene Projekte, die sie unbedingt ausführen möchten. Wärme breitet sich aus – sie zündet mit der Idee, was wir machen könnten, damit etwas in unserer Umgebung etwas besser oder schöner wird, sie fließt in  unsere Motivation etwas Konkretes zu tun, lebt in unserer Freude bei der Arbeit  und springt schließlich über auf die Kinder, die aufhören,  Kommentare zum Corona-Virus abzugeben, sondern vielmehr zu Eigenaktivität angeregt werden. Dabei entwickeln sie selbst eine ungeheure Wärme, die die unsrige bei Weitem übersteigt.

Wärme brauchen wir  – und vor allen Dingen die Kinder –  dringend, wenn wir eine Situation erleben, die Angst erzeugt: Wenn alle Menschen in der Umgebung sich nach und nach in Nashörner verwandeln, wenn Singvögel und Bienen sterben oder ein ansteckender unberechenbarer Virus umgeht. Wärme entsteht dadurch, dass der abstrakte Glaube, die Welt sei gut, sich in eine konkrete, sinnvolle Arbeit verwandelt, von der ich glaube, dass sie die Welt unmittelbar ein Stückchen besser macht.

Anregungen aus dem Kindergarten für Sie zu Hause:

Radieschenbeet: Die Kinder sehen und fühlen, wie „gut“ wir zu den Erdkrumen sind, wie zart wir mit den Keimblättern umgehen.

Küchenregal: Das Holz ist nach Sägen, Raspeln, Bohren und Schleifen schön glatt, und den Gewürzdosen, die vorher ungeordnet im Schrank herumlagen, geht es jetzt richtig gut auf dem Küchenregal.

Puppenbett: Auch der Puppe geht es gut, wenn sie nicht mehr in einer Ecke schläft, sondern ein eigenes Bett hat. Das muss nicht aus Holz sein, es kann auch ein Karton oder ein Korb sein, mit dem man sich eine Weile beschäftigt, bis er schön ist.

Kleiderschrank: Weil es da viel zu eng ist, sind die Kleider dort sehr eingezwängt. Wir könnten ihnen doch allen guten Tag sagen, sie alle auf Tischen Stühlen und Betten ausbreiten, und dann die, die wir gerne mögen und die nicht zu klein sind, wieder schön falten und in den Schrank legen, und die anderen in eine schöne Kiste packen zum Verschenken. Dann geht es ihnen richtig gut!

Bücherregal: Alle Bücher und Kleinigkeiten die auf Regelbrettern monatelang zugebracht haben und jetzt vor Staub husten, könnten wir alle in eine andere Ecke des Wohnzimmers tragen und aufstapeln und dann das Regal wischen und wachsen….

Festessen: Ein oder mehrere Tage pro Woche könnten wir zum Festtag erklären, der spätesten schon einen Tag vorher auf alle mögliche Weise vorbereitet wird: Durch Putzaktionen, Kleiderbügeln, Backen, Braten, Kochen, Lieder lernen, Dekoration basteln…

Keine Hektik: Wenn die von Ihnen erzeugte Wärme auf die Kinder überspringen und sie zum Spielen motivieren soll, ist es wichtig, dass Sie alles mit einer gewissen Ruhe machen. Aber da wir ja jetzt Zeit haben, können Sie sich ja die Zeit nehmen…

Darf das Wohnzimmer zum Spielplatz werden?Ja, Kinder brauchen Platz und Material zum Bauen und Spielen, wobei das Häuser – und Versteck bauen eine besonders wichtige Tätigkeit ist. Aber es ist gut, wenn Sie darauf bestehen, dass es zu gewissen Tageszeiten den Erwachsenen gehört, die es wieder nach ihrem Geschmack einrichten. Das Aufräumen des Spielplatzes passiert am Besten gemeinsam und auch dafür sollte man sich Zeit nehmen.

Liebe Eltern, sicher haben Sie selber viele interessante praktische Ideen. Vielleicht hat jetzt das besonders intensive Leben mit Ihren Kindern einigen von Ihnen solchen Spaß gemacht, dass Sie nach der Epidemie Lust haben, in einem Kindergarten zu arbeiten. Und vielleicht haben Sie gemerkt, wie anders der vielzitierte Spruch von Erich Kästner im Leben mit kleinen Kindern plötzlich klingt:

Es gibt nichts Gutes
außer: man tut es.

Aktuell in Coronazeiten – Arbeiten in der Klinik Arlesheim

Corona-Virus: Wir sind nicht «die Anderen» 21. April 2020
Von Isabelle Zimmermann und Walter Stüdeli

Interview mit Dr. med. Lukas Schöb, Ärztlicher Leiter der Klinik Arlesheim, FMH Innere Medizin

Wie erlebt die Klinik Arlesheim die Zeit der Corona-Pandemie?
Dr. med. Lukas Schöb: Die Klinik Arlesheim ist ein Spital der Grundversorgung im Kanton Baselland mit einem integrativmedizinischen Konzept. Der kantonale Krisenstab hat die Klinik um Hilfe angefragt bei der Bewältigung der Corona-Ausbreitung. In sehr guter Zusammenarbeit mit den Behörden und den Kolleginnen und Kollegen des Corona-Referenz-Spitals auf dem Bruderholz haben wir in Kürze ein Konzept erstellt für bis zu zwei Isolierstationen mit jeweils 25 Betten in unserer Klinik. Patientinnen und Patienten, welche eine Beatmung bewusst ablehnen, können bei uns behandelt werden.Es waren und sind sehr spannende Wochen der Zusammenarbeit. Es zeigt sich, dass wir nicht «die Anderen» sind. Wir sind alle bemüht, die beste Versorgung für die Patientinnen und Patienten zur Verfügung zu stellen. Durch die Infrastruktur bedingt werden die beatmeten Patienten, oder solche, deren Zustand sich rasch verschlechtern könnte, klar ins Referenzspital geleitet. Patientinnen und Patienten, welche eine Beatmung bewusst ablehnen oder keine benötigen, können bei uns behandelt werden.
Es freut mich sehr, dass sich unsere Mitarbeitenden voll motiviert in die Aufgabe einer solchen Covid-19-Station stellten. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Epidemie in der Schweiz weiter verhält – auf alle Fälle sind wir gemeinsam gerüstet für die Herausforderungen.
Welchen Beitrag kann Komplementärmedizin bei stationären Covid-Patienten leisten?
Die Krankheit ist neu, es gibt keine etablierten Konzepte und wenig konkrete Erfahrung dazu – weder in der Schulmedizin noch bezüglich integrativer Ansätze. Zunächst galt es, ein Grundkonzept für den Umgang mit überdurchschnittlich vielen zu isolierenden Erkrankten zu erarbeiten, welches dann flexibel genug ist für notwendige Anpassungen, die sich aus der jeweiligen Situation ergeben. Die Einschätzung eines integrativen Ansatzes? Ich denke, dass wir den Ansatz nicht überschätzen sollten – wir können und wollen keine Heilversprechen abgeben. Jedoch sollten wir das Potential des integrativen Ansatzes auch nicht unterschätzen – gerade in der aktuellen Lage ist es von Vorteil, dass wir jahrzehntelange Erfahrungen im Umgang mit fieberhaften Erkrankungen und Lungenentzündungen haben.
Inwiefern helfen die komplementärmedizinischen Erfahrungen?
Als allgemein etablierter Ansatz gilt, dass bei den an Covid-19 erkrankten Patientinnen und Patienten möglichst keine Fiebersenkung vorgenommen werden soll. Eine solche Umsetzung ist in unserem Setting einfach, weil wir das Fieber nicht als Feind sehen, sondern als Mittel zur Immunstimulanz. Konkret heißt dies, dass wir schauen, ob es sich um ein «gesundes» Fieber handelt – der Patient ist warm bis in die Peripherie, der Kreislauf ist gefordert jedoch nicht überfordert, das Fieber zeigt eine gute Schwingung über den Tag. Das Ganze wird begleitet mit phasengerechten äußeren Anwendungen, zum Teil kühlend, zum Teil den Kreislauf unterstützend. Als allgemein etablierter Ansatz gilt, dass bei den an Covid-19 erkrankten Patientinnen und Patienten möglichst keine Fiebersenkung vorgenommen werden soll. Weiter wird das Mikrobiom berücksichtigt mit zurückhaltendem Einsatz von Antibiotika, was ja mittlerweile in der Schulmedizin auch etabliert ist.  Zu Beginn der Krankheitsphase und auch zur Prophylaxe setzen wir die mind-body-medecine ein – diese führt zur Stärkung des Immunsystems, wie aktuelle Forschungsresultate in der Neuro-Immunobiologie zeigen. In der mind-body-medecine werden bewusste Bewegungen, sei es aktiv oder passiv, durchgeführt. Dabei sind positive seelische Effekte unmittelbar, z.T. sogar frappant, klinisch bemerkbar. In einem salutogenetisch-integrativen Behandlungskonzept ist der aktive Einbezug des Patienten mit einer grundsätzlich zuversichtlichen und hoffnungsvollen Haltung zentral..
Was ist gemeint mit den Resultaten der Neuro-Immunobiologie?
Es ist bekannt, dass Angst, Unsicherheit und Stress das Immunsystem schwächen. Dies meint nicht, dass falsche Heilversprechungen gemacht oder ein «Geschäft mit der Hoffnung» gemacht werden.Es geht um eine offene Information auf Augenhöhe.Es geht um eine offene Information auf Augenhöhe. Auch diese Aspekte sind in den letzten Jahrzehnten allgemein anerkannt in der Medizin. Zentral erscheint mir, dass das Beste für die Behandlung der Patientinnen und Patienten eingesetzt wird – unabhängig davon, wie es genannt wird.
Wie kann das Wissen von natürlichen Heilmethoden besser verbreitet werden?
Es ist aus den oben genannten Stichwörtern ersichtlich, dass Ansätze der Komplementärmedizin zunehmend evidenzbasiert resp. Mainstream geworden sind oder werden: Umgang mit Fieber, Berücksichtigen des Mikrobioms und Erkenntnisse der Neuro-Immunobiologie. Es ist davon auszugehen, dass mit entsprechender Forschung aus dem Ansatz der Salutogenese noch viel weiteres Fruchtbares entstehen und zu einer größeren Breitenwirkung kommen kann. Sinnvollerweise spannen hier Universitätsspitäler und Einrichtungen mit komplementärmedizinischen Erfahrungen zusammen. Ganz wichtig ist mir zu betonen, dass wir unsere Arbeiten prospektiv innerhalb eines wissenschaftlichen Protokolls untersuchen wollen. Es kann nicht genügend betont werden, dass wir in Bezug auf die Forschung Nachholbedarf haben. Know-how, motivierte Talente, Lehrstühle, professionelle Vernetzung und einwilligende Patientinnen und Patienten, stehen bereit. Es fehlt aktuell in krasser Ausprägung an der Finanzierung. Professionelle Forschung in dieser Art ist sehr schnell sehr teuer. Es braucht dazu eine Berücksichtigung bei den staatlichen Unterstützungen. Anders ist es nicht möglich, das Innovationspotential der verschiedenen Methoden nutzbar zu machen für die Bevölkerung. Wir schließen uns deshalb der eindringlichen und entschiedenen Forderung des Dakomed nach Unterstützung von Forschung an.

Dr. med. Lukas Schöb

Die Klinik AG Arlesheim ist ein Spital mit öffentlichem Leistungsauftrag (Spitalliste), eingebunden in die kantonale bzw. regionale Versorgungsplanung und in privater Trägerschaft mit den Angeboten Innere Medizin, Onkologie und Psychiatrie mit ca. 500 Mitarbeitenden. Es ist die grösste und älteste Klinik der Schweiz mit einem integrativmedizinischen Gesamtkonzept.

Weitere Informationen finden Sie unter www.klinik-arlesheim.ch

Notfallpädagogische Krisenhotline zu Corona

Notfallpädagogische Krisenhotline zu Corona
März 2020

Die Ambulanz für Notfallpädagogik am Parzival Zentrum Karlsruhe hat in Kooperation mit den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners/Notfallpädagogik und der Ambulanz für Notfallpädagogik München eine bundesweite Hotline eingerichtet.

Die Hotline ist seit Dienstag, den 24.03.2020 täglich für Eltern, aber auch für Kinder und Jugendliche erreichbar, die sich in ihrem häuslichen Umfeld überfordert, geängstigt, destabilisiert oder bedroht fühlen. Ihnen soll in einem notfallpädagogischen Beratungsgespräch psychosoziale Erste Hilfe angeboten werden.

Sie ist von 9-21 Uhr unter der Nummer 0721-6807866-22 zu erreichen.

Darüber hinaus produzieren die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners Rudolf Steiners eine Serie von Video-Clips mit Hinweisen, Ratschlägen und konkreten Beispielen aus der notfallpädagogischen Praxis zur psychosozialen Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen in Krisen, die auch in der eigenen Wohnung umgesetzt werden können.

Die ersten Video-Clips sind bereits online:

www.parzival-zentrum.de

www.freunde-waldorf.de/Notfallpädagogik

www.youtube.de: Corona Notfallpädagogik.

Corona-Pandemie – Aspekte und Perspektiven

Ein Beitrag von Dr. med. Matthias Girke und Georg Soldner

Freie Hochschule für Geisteswissenschaft Medizinische Sektion am Goetheanum
Auszug ….

„Das Wesen der Erkrankung“

Erkrankungen haben verschiedene Ebenen. Die sichtbaren Symptome fügen sich zu einem Ganzen, dem jeweiligen Krankheitsbild. In ihm spricht sich ein Typus aus: Erkrankungen können sich klinisch sehr unterschiedlich entwickeln und haben dennoch etwas Gemeinsames. Der Typus einer Erkrankung ist deren geistiges »Prinzip«, das sich in den erkrankten Menschen manifestiert und individualisiert. Damit wird deutlich, dass die Krankheit aus mehr als ihren sichtbaren Symptomen besteht. Diese weisen auf das Wesen der Krankheit, das in den Krankheitszeichen zur Erscheinung kommt. Welche Eigenschaften und Qualitäten hat dieses Wesen der Krankheit? Schon der berühmte Pathologe Rudolf Virchow wies auf die notwendige Disposition für eine Infektionserkrankung hin. Wenn eine Infektionserkrankung eine Disposition braucht, so ist diese offensichtlich mit deren Wesen verwandt. Wir können hier mehrere Ebenen unterscheiden:

• Die allgemeine Disposition, immunologische Anfälligkeit durch Angst, Stress, bewusstseinsmäßige und berufliche Überforderung – ohne Zweifel eine Signatur der globalen, materiell orientierten Leistungsgesellschaft »nach westlichem Vorbild«. Dazu rechnet die zunehmende Bereitschaft, Krankheitssymptome wie Fieber und Abgeschlagenheit als sinnvolle Antwort des Organismus, die zur Ruhe mahnen, zunächst so lange wie möglich zu ignorieren und oft medikamentös zu unterdrücken. Diese Praxis kann wahrscheinlich erheblich zu schwereren Verläufen beitragen. Die überforderte und angespannte Seele und damit ein Fühlen, das Stress und Anspannung entwickelt, disponiert für das Vordringen der Infektion in das rhythmische System.

• Aber auch Bewusstseinsinhalte haben eine Bedeutung: Wenn wir uns der Wahrheit nähern, so erleben wir die Verbindung unseres Wesens mit der geistigen Welt. Das Erkennen der Wahrheit kann Freude, Zuversicht, Vertrauen, Erfüllung wecken. Wir begegnen einer Qualität, die eine notwendige Orientierung gibt, den Menschen aus Anspannung und Unsicherheit befreit und dadurch die leiblichen Gesundungskräfte verstärkt. Demgegenüber kränken die Unwahrheit und die Lüge: Sie trennen den Menschen von der geistigen Wahrheitswelt, isolieren ihn und behindert die heilenden Kräfte, die aus der Wahrheit fließen. Rudolf Steiner gab Hinweise darauf, dass die

»Lügen der Menschheit« epidemiologische Bedeutung haben können. Es geht dabei nicht um den einzelnen Patienten, sondern vielmehr um den Umgang mit Wahrheit in der öffentlichen Diskussion. In einer Zeit der fake news und wahrheitswidriger Entstellungen ist auch diese geistige Dimension von Bedeutung. Rudolf Steiner erwähnt gleichermaßen die Pflege der Spiritualität und das Schädliche materialistischer Gedanken: »Bazillen werden am intensivsten gepflegt, wenn der Mensch in den Schlafzustand hinein nimmt nichts anderes als materialistische Gesinnung. Es gibt kein besseres Mittel für diese Pflege, als mit nur materialistischen Vorstellungen in den Schlaf hineinzugehen und von da, von der geistigen Welt, von seinem Ich und Astralleib aus zurückzuwirken auf die Organe des physischen Leibes[, …].

Zitate: Steiner R: Die Theosophie des Rosenkreuzers, GA 99, Dornach 1985, Vortrag vom 30. Mai 1907.

Steiner R: Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt, GA 154, Dornach 1985, Vortrag vom 5. Mai 1914

Weiter nachzulesen auf:
https://medsektion-goetheanum.org/aktuelles/

News Masernimpfpflicht

Verfassungsrechtliches Gutachten 12.10.2019

Ein umfangreiches Rechtsgutachten zum Entwurf des geplanten Gesetzes zur Einführung einer Masernimpfpflicht („Masernschutzgesetz“), das der Verein „Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V.“ in Auftrag gegeben hat, kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Das Gesetz verstößt gegen Grundrechte und ist deshalb verfassungswidrig.

„Verletzt werden insbesondere das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit der Kinder, das Elternrecht, die Gleichheitsrechte von Kindern und Eltern und die Berufsfreiheit von Ärztinnen und Ärzten sowie deren Gleichheitsrechte“, sagt Prof. Dr. Stephan Rixen, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sozialwirtschafts- und Gesundheitsrecht an der Universität Bayreuth, der das Gutachten erarbeitet hat.

Eine Impfpflicht sei angesichts der schon erreichten hohen Impfquoten gegen Masern unverhältnismäßig und daher verfassungsrechtlich nicht zu rechtfertigen, betont Prof. Rixen. Hinzu komme, dass das geplante Gesetz – entgegen seinem Titel („Masernschutzgesetz“) – den unbegrenzten Einsatz von Kombinationsimpfstoffen zulasse. Geimpft werden müsse – außer gegen Masern – immer auch gegen Mumps und Röteln und ggfs. auch gegen Windpocken. In Zukunft könne die Impfpflicht sogar unter der Hand ausgeweitet werden, und zwar über die Neu-Zusammenstellung der Kombinationsstoffe durch die pharmazeutische Industrie, was das Gesetz nicht verhindere. „Das ist verfassungswidrig“, so Prof. Rixen

Der Verein „Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V.“ sieht sich durch das Rechtsgutachten in seiner ablehnenden Haltung zur Einführung einer Impfpflicht bestätigt. Er wird das Rechtsgutachten deshalb in das anstehende parlamentarische Gesetzgebungsverfahren einbringen und es insbesondere den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zur Verfügung stellen.

Eine ausführliche Stellungnahme der Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. zum Kabinettsentwurf des geplanten Gesetzes für eine Impfpflicht gegen Masern finden Sie www.individuelle-impfentscheidung.de

Informations- und Diskussionsveranstaltung „Braucht Deutschland eine Impfpflicht?“ mit Podiumsdiskussion : Prof. Dr. Thomas Mertens, Vorsitzender der STIKO, Dr. Cornelia Hösemann, Mitglied der Sächsischen Impfkommission (SIKO), Prof. Dr. Alexander Kekulé, Mikrobiologe und frühere Berater der Bundesregierung, Dr. Günter Pfaff, Vorsitzender der Verifizierungskommission der WHO für die Masernelimination in Europa, Dr. Jan Leidel, ehemaliger STIKO-Vorsitzender und langjähriger Chef des Gesundheitsamtes Köln.

12.10.2019
Kontakt:

Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V.
Dossenheimer Landstraße 37
69121 Heidelberg
www.individuelle-impfentscheidung.de

Der Verein

Der Verein „Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V.“ ist eine gemeinnützige Organisation von Ärztinnen und Ärzten, die Schutzimpfungen grundsätzlich als einen Bestandteil ärztlicher Vorsorge ansehen. Er fordert den Erhalt einer freien, individuellen und verantwortungsvollen Impfentscheidung nach differenzierter, umfassender und ergebnisoffener Beratung für alle Menschen, gleich welcher Herkunft oder Nationalität und gleich, aus welchem Grund sie sich in Deutschland aufhalten. Der Verein sieht sich der Ottawa-Charta der WHO verpflichtet: „Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.“ (WHO 1986)

Besuchertage

Regelmäßig öffnet der Waldorfkindergarten Leonberg seine Pforten, um Ihnen die Einrichtung vorzustellen.

Zum ersten Kennenlernen unseres Kindergartens bieten wir in regelmäßigen Abständen Informations-Nachmittage an. Um unsere Kindergartenkinder in ihrem täglichen vertrauten Umfeld nicht durch viele fremde Menschen zu verunsichern, liegen die Termine hierfür nachmittags, außerhalb der gewöhnlichen Öffnungszeiten.

Fragen rund um den pädagogischen Alltag mit den Kindern, die menschenkundlichen Grundlagen unserer Arbeit und das Elternengagement stehen im Mittelpunkt dieser Nachmittage.

Termin: Neue Termine werden demnächst bekannt gegeben
jeweils um 15 Uhr bis 16:30 Uhr

Wir würden uns sehr freuen, Sie in unseren Räumen begrüßen zu dürfen!
Bitte melden Sie sich direkt im Waldorfkindergarten an unter 0 71 52 / 2 84 94 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail an info@waldorfkindergarten-leonberg.de

Info-Abend

Der Waldorfkindergarten lädt alle Interessenten herzlich zum öffentlichen Informationsabend, in die Räumlichkeiten des Waldorfkindergartens ein (Rutesheimer Str. 50/2b, 71229 Leonberg)

Termin:  neue Termine werden demnächst bekannt gegeben
Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr.  Ab 19:30 Uhr laden wir Sie ein, die Räumlichkeiten zu besichtigen.

Unter dem Motto „Was ist eigentlich anders am Waldorfkindergarten?“ werden die wesentlichen Merkmale des vorschulischen Bildungskonzepts und die besondere Form der Zusammenarbeit in der Kindergartengemeinschaft dargestellt. Unsere Pädagogen geben einen ausführlichen Überblick über das pädagogisch-künstlerische Konzept des Waldorfkindergartens.

Im Anschluss an die einführenden Vorträge besteht die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit den Erzieherinnen und dem Vorstand des Kindergartens, um individuelle Fragen zu klären.

Alle interessierten Eltern sind herzlich willkommen! Wir würden uns sehr freuen, Sie in unseren Räumen begrüßen zu dürfen!

Bitte melden Sie sich direkt im Waldorfkindergarten an unter 0 71 52 / 2 84 94 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail an info@waldorfkindergarten-leonberg.de

Freie Kindergartenplätze

„Liebe Eltern,

wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass für das pädagogische Jahr 2020/21 alle Plätze in unserem Kindergraten belegt sind. Es tut uns aufrichtig leid, dass wir aktuell keine Kinder aufnehmen können. Wir können Ihnen jedoch gerne eine Vormerkung auf unserer Warteliste anbieten; sollte es passieren, dass eine Familie sich zurückziehen würde und der Platz in unserer Einrichtung frei wäre, so würden wir Sie darüber informieren und zu einem persönlichen Gespräch einladen.
Wir haben großes Verständnis für Ihre Suche nach einem guten Kindergartenplatz für Ihr Kind und müssen Sie trotzdem bitten, bis auf weiteres sich mit der Option der Warteliste zu trösten. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Die Neu-Kinderaufnahmen werden zur gegebener Zeit wieder gestartet. Zum pädagogischen Jahr 2021/22. Für die Aufnahmen der Kinder ist bei uns einzig und allein das Kollegium zuständig.

Für das Kollegium
Aleksa. Sperandio Muszer – Kiga. Leitung „

100 JAHRE der WALDORFPÄDAGOGIK: Auch bei uns im Waldorfkindergarten Leonberg wird gefeiert!

Glücklich und stolz kann die ganze Waldorfbewegung zurück blicken.

100 Jahre Freude, 100 Jahre Vorurteile, 100 Jahre streitbare Pädagogik, 100 Jahre mehr als „Namen tanzen“, 100 Jahre „einer Pädagogik, die kosmisch verankert ist“, 100 Jahre im pädagogischen Weltgeschehen, 100 Jahre Inspiration, 100 Jahre des pädagogischen Kunstwerks.

Waldorfpädagogik, ist heute lebendiger denn je und sie zieht trotz aller Kritik immer mehr Schüler und Kindergartenkinder an. Was ist Waldorfpädagogik, was macht sie einzigartig, wie „normal“ ist sie? Wer sind die Menschen, die die Pädagogik jeden Tag umsetzen?

Unser Kindergarten blickt auf über 30 Jahre der Bestehung zurück. Wir freuen uns und sind sehr stolz darauf ein Teil der Waldorfbewegung zu sein.

Am 11.10.2019, um 20:00 Uhr durften wir einen besonderen Abend erleben! Eine Begegnung mit der Märchen – Erzählerin. Sie ist Waldorferzieherin. Sie ist professionelle Märchen – Weberin (Erzählkurse bei Troubadour-Märchenzentrum). Sie ist ausgebildet in Stimmbildung, Leierspiel und Tanz. Sie kennt die Symbolik der Archetypen. Sie ist

PETRA ANNA SCHMIDT.

In unseren Räumen gingen wir den „Märchenweg“ in der Entwicklung der Waldorfpädagogik. Eine künstlerische Hommage auf die vergangene Zeit. Folgende Märchen knüpften imaginäre Verbindung zu dem Vergangenen und der Gegenwart: „Die Kristallkugel“ von Brüder Grimm (Schlagwort: Vorurteile), „Dermot mit dem Liebesfleck“ aus dem irischen Märchengut (Pädagogik, die kosmisch verankert ist),  „Die Geschichte von Henny – Penny“ aus dem Englischen (Widmung an die Kinder) und „Der gestiefelte Kater“ von Brüder Grimm („Sorgen für die physischen Grundlagen“ des Lebens).

Notiz von Aleksa. S. Muszer

Homepage der Künstlerin: www. petra-anna-schmidt.de

Waldorf 100

Ein Fest für die Welt – und wir gehören dazu!
Im Jahr 1919 wurde die erste Waldorfschule in Stuttgart gegründet – 2019 feiert die Waldorfschule ihr 100-jähriges Jubiläum. Viele Menschen kennen inzwischen die Waldorfschule und die Besonderheiten ihrer Pädagogik, doch anderen ist die von Rudolf Steiner begründete und inzwischen an über 1100 Schulen erprobte Pädagogik noch völlig unbekannt. Die erste Waldorfschule wurde in Stuttgart gegründet .

Heute gibt es über 1.100 Waldorf- (oder Waldorfinspirierte) Schulen und knapp 2.000 Waldorfkindergärten in mehr als 70 Ländern und es werden immer mehr. Das Jubiläum wird zum Anlass genommen, die Waldorfschule zeitgemäß weiterzuentwickeln und ihre globale Dimension stärker ins Bewusstsein zu rücken – mit vielen Projekten auf allen Kontinenten. Die Waldorfpädagogik gibt es seit bald 100 Jahren. Sie lebt im Spannungsfeld von tradierten Überzeugungen und neuen Herausforderungen.

Veranstaltungskatalog unter :
www.waldorf-100.org

„100 Jahre Waldorfschule“
Ein Erfolgsmodell feiert Geburtstag / Jubiläumsausgabe
Zeitschrift info3, Ausgabe Januar 2019
www.info3-verlag.de

Entnommen: www.waldorfschule-uhlandshoehe.de

Bericht – Medien und Kindergartenkinder

Es gibt einen gefährlichen Trend in deutschen Kindergärten – er wird uns in 25 Jahren zum Verhängnis (Artikel)

17. August 2017

KindLernforscher sind der Meinung, dass Kinder zu wenig spielen im Kindergarten

Eltern schicken ihre Kinder aus zweierlei Gründen in den Kindergarten: Erstens, damit sich jemand um die Kleinen kümmert, während sie arbeiten oder andere Aufgaben erledigen; und zweitens, um sie für die Schule vorzubereiten. Und zwar bestmöglich.
Und da man nie früh genug anfangen kann, so die vorherrschende Auffassung, sollen Kinder im besten Fall schon im Kindergarten Rechnen, Schreiben oder Fremdsprachen erlernen, damit sie sich danach in der Schule leichter tun, ein besseres Abi haben, auf eine Top-Universität gehen können und in der Arbeitswelt erfolgreich sind.
So stellen sich Eltern das gerne vor. Doch Psychologen und Lernforscher warnen: Unser heutiges Schulsystem bereitet Menschen überhaupt nicht auf die Arbeitswelt der Zukunft vor. „Kinder werden auf ökonomische Effizienz und Funktionalität getrimmt – und dass sie das Abitur schaffen – aber in 20 Jahren wird nur noch derjenige arbeiten und etwas für die Gesellschaft leisten, der es wirklich will“, sagt Hirnforscher Gerald Hüther im Gespräch mit dem Business Insider.

Spätestens in 25 Jahren muss man Spaß an der Arbeit haben

Was meint er damit? Glaubt man einer Studie der renommierten Oxford-Universität, dann werden in nur 25 Jahren 47 Prozent der Jobs verschwunden sein. Die Arbeit wird künftig von Robotern oder Künstlichen Intelligenzen erledigt werden…
Gerald Hüther malt ein fast dystopisches Bild von der Zukunft: „In einigen Jahren werden dann 20 Prozent der Menschen nur noch zu Hause sitzen, ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten und in der Virtual-Reality-Brille leben, weil es keine Jobs mehr gibt, die sie mit ihren Fähigkeiten verrichten könnten.“
Die Lösung der Experten: Das ideologie-getriebene Bildungssystem müsse ein Ende haben. „Das Schulsystem der Nationalsozialisten hatte nur im Sinn, gute Nazis hervorzubringen, das der Kommunisten wollte Sozialisten hervorbringen und das der Industienationen will Konsumenten hervorbringen“, sagt Hüther. Und dieses Schema gelte es zu durchbrechen…

Quelle: https://ondoor.de  (direkt:https://www.businessinsider.de/es-gibt-einen-gefaehrlichen-trend-in-deutschen-kindergaerten-er-wird-uns-in-25-jahren-zum-verhaengnis-2017-4 )

  • Die WHO hat diese Woche Richtlinien veröffentlicht die besagen, dass Kinder im ersten Lebensjahr komplett bildschirmfrei aufwachsen sollten.
    Weltweit setzten Privatschulen zunehmend auf bildschirmfreien Unterricht und folgen damit dem Trend nach früher Digitalisierung nicht. Damit geben sie den Kindern die Möglichkeit , unabhängiges Denken, Sozialkompetenz und Kreativität zu entwickeln…

Quelle: https://ondor.de (direkt: https://eliant.eu )

Vorträge im Waldorfkindergarten

Ankündigung folgenden Vortrages:

Äußerungen der kindlichen Individualität in Schwangerschaft und Geburt
– Erfahrungen eines Frauenarztes und Geburtshelfers
Vortrag mit Aussprache von Dr. Wessel von Loe

(Termin wird noch bekannt gegeben)

 

Unsere Veranstaltungen finden in unserem Waldorfkindergarten Leonberg, Rutesheimer Str. 50/2b  statt.

Aktuelle Info – Gut zu wissen

Lob für Waldorfschulen

Artikel: Veröffentlicht am 27.09.2012 / Die Welt
Von Fanny Jiménez

Wissenschaftsredakteurin

Eine neue Studie zeigt, dass sie lebenstüchtigere junge Menschen entlässt.
„Waldorfschüler – sind das nicht die, die ihren Namen tanzen? Reformpädagogik hat es im öffentlichen Ansehen schwer und wird oft mit skeptischer Distanz betrachtet. Das liegt auch daran, dass es schwer ist einzuschätzen, wie sinnvoll alternative Lernkonzepte tatsächlich sind. Der Waldorfpädagogik geht es nicht anders, auch wenn sie historisch etablierter ist als andere Reformansätze.

Auf einer Pressekonferenz stellte Andreas Schleicher, OECD-Bildungsexperte und internationaler Koordinator der Pisa-Studien, nun eine Untersuchung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vor, die Bildungserfahrungen von Waldorfschülern untersucht hat. Es handelt sich um die erste größere Studie in Deutschland, die Bildungserfahrungen von Waldorfschülern untersucht hat. Es handelt sich um die erste größere Studie in Deutschland, die Schulqualität und Lernerfahrungen auf diese Weise erhoben hat. Mehr als 800 Schüler an zehn Schulen im Alter von 15 bis 18 Jahren wurden befragt. Das Ergebnis: Waldorfschüler lernen im Vergleich zu Schülern an staatlichen Schulen mit mehr Begeisterung, langweilen sich weniger, fühlen sich individuell gefördert und lernen in der Schule besonders ihre Stärken kennen. Während das Lernen 80 Prozent der Waldorfschüler Spaß macht, sind es in Regelschulen nur 67 Prozent. Auch das Schulklima und die Lernatmosphäre wird vom weitaus größten Teil der Befragten, 85 Prozent, als angenehm und unterstützend beschrieben. An Regelschulen finden das nur 60 Prozent. Weiterhin wird die Beziehung zu den Lehrern deutlich besser beurteilt – 65 Prozent der Waldorfschüler stehen hier knapp 31 Prozent der Regelschüler gegenüber.

Auch die Identifikation mit der Schule ist größer als bei anderen Schülern; und zudem leiden Kinder an Waldorfschulen bedeutend seltener an somatischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Schlafstörungen. Für Schlafstörungen etwa stehen elf Prozent hier 17 an Regelschulen gegenüber. Für die Experten ist dies ein Hinweis darauf, dass Leistungsdruck und Prüfungsangst in Waldorfschulen weitaus weniger Raum gegeben wird als an Regelschulen – und dass den Schülern dies gut tut.

Die Betonung der Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung bereite die Kinder optimal auf das Leben vor, das sie nach dem Schulabschluss erwartet. „Es gibt ein hohes Maß an Kongruenz zwischen dem, was die Welt von Menschen fordert, und dem, was an Waldorfschülern gefördert wird“, sagte Andreas Schleicher. Die Reproduktion von Fertigwissen habe immer weniger Bedeutung, so der Bildungsexperte. „Heute kann man die meisten Prüfungen allein mithilfe eines Smartphones bestehen“, sagt er, „wenn Sie wollen, dass Ihre Kinder schlauer sind als ein Smartphone, dann müssen sie ihnen andere Kompetenzen beibringen.“ Wichtig sei, Wissen kreativ und lösungsorientiert auf neue Bereiche anzuwenden. Darauf werde in Waldorfschulen traditionell großer Wert gelegt, ebenso wie auf das lebensnahe Lernen. Es ermögliche Lernen in der Tiefe, das Wissen nicht nur bis zur nächsten Prüfung konserviere.

Die Fragebogenstudie wurde in Anlehnung an etablierte Studien zur Schulzufriedenheit an Regelschulen entwickelt, etwa an Untersuchungen des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung. Daher konnten die Wissenschaftler Waldorf- mit staatlichen Schulen vergleichen, auch wenn es sich dabei nicht um eine Kontrollgruppe handelt. Zwar ist es schön, wenn Waldorfschüler mit mehr Freude lernen, aber lernen sie auch so gut wie Kinder an Regelschulen?

Auch hier gibt es schwerlich etwas zu bemängeln. Studien zeigen, dass es zwischen den Abschlussnoten von Waldorfschülern und denen von Schülern auf staatlichen Schulen keine statistisch bedeutsamen Unterschiede gibt, auch nicht, wenn man die Durchschnittsnoten nach der Art des Schulabschlusses vergleicht. Nur ein verschwindend kleiner Anteil der Waldorfschüler macht einen Hauptschulabschluss, und Realschulabschluss und Abitur halten sich die Waage. „Es gibt kein Bundesland, das mir bekannt ist, wo Waldorfschüler schlechter abschneiden“, so der Autor der Studie, Heiner Barz.“

Quelle : https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wissen/article109490768/Lob-fuer-Waldorfschulen.html

Veranstaltungs-Empfehlungen

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Eurythmeum Stuttgartwww.eurythmeumstuttgart.de


Theater Tredeschin für Kinder, Stuttgart: www.tredeschin.de


Pendel-Marionettentheater: www.pendelmarionetten.de

 

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Rückblick: 10-Jahre-Feier am 28.07.2017

Vor der Sommerpause haben wir unsere Kindergartenleiterin – Aleksandra Muszer – überrascht und ganz groß ihr 10-jähriges Wirken in der Gemeinschaft gefeiert.

Es gab:

  • Musik
  • Feierliche Reden vom Vorstand
  • Blumen
  • Kindertänze
  • Unbeschwerte schöne Begegnung

Es wurde:

  • Viel gelacht
  • Schmackhaft gegessen
  • Einander begegnet

Hier und da sind Tränen der Rührung und Dankbarkeit geflossen. Denn: Feste feiern kann unsere Gemeinschaft!
Fotoeinblicke finden Sie zu der Feier in unserer „Fotogalerie“.